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Löhne in neuen EU-Mitgliedstaaten legen stark zu

331 Prozent Zuwachs in Rumänien, in Deutschland gehen die Reallöhne zurück

Die Einkommen in den neuen EU-Mitgliedstaaten wachsen schnell. Insbesondere Rumänien (+331 Prozent), Lettland (+188 Prozent), Estland (+132 Prozent) und Litauen (+104 Prozent) verzeichneten von 2000 bis 2008 starke Zuwächse bei den Reallöhnen. Das teilte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung mit. Die Zahlen beruhen auf Angaben der Europäischen Kommission.

Unter den Mitgliedern der EU-15 gab es in Griechenland (+39,6 Prozent) und Irland (+30,3 Prozent) die stärkste Lohnentwicklung. Deutschland dagegen bildet das Schlusslicht. Es ist das einzige Land der EU, in dem sich Arbeitnehmer 2008 von ihrem Gehalt weniger kaufen können als im Jahr 2000.

In den 12 neuen EU-Mitgliedstaaten verlief die Entwicklung unterschiedlich. In den meisten Ländern stiegen die Einkommen in acht Jahren um mehr als 40 Prozent. Lediglich in Polen (+19 Prozent%), Zypern (+12,8 Prozent) und Malta (+7,9 Prozent) waren die Zuwächse geringer.

Bei der Entwicklung der Reallöhne wird nicht nur die (nominale) Steigerung der Einkommen betrachtet. Veränderungen bei den Preisen werden berücksichtigt und Steigerungen von Lohnzuwächsen abgezogen.

 

Entwicklung der Reallöhne von 2000 bis 2008 in Prozent*
Rumänien331,7
Lettland188,5
Estland132,5
Litauen104,4
Ungarn66,7
Bulgarien51,9
Tschechien49,1
Slowakei48,1
Slowenien40,3
Griechenland39,6
Irland30,3
Großbritannien26,1
Dänemark19,0
Polen19,0
Finnland18,9
Schweden17,9
Zypern12,8
Niederlande12,4
Frankreich9,6
Luxemburg8,1
Malta7,9
Italien7,5
Belgien7,2
Spanien4,6
Portugal3,3
Österreich2,9
Deutschland-0,8

* Realeinkommen pro Kopf aus unselbstständiger Arbeit einschließlich Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung; Werte für 2008 aus der Frühjahrsprognose der EU-Kommission
Quelle: Europäische Kommission, WSI

 

 

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