Iren hatten 2008 das positivste Bild von der EU
Die deutsche Bevölkerung sah EU-Mitgliedschaft als Vorteil
Aus einer Umfrage bei 30 000 EU-Bürgern ging hervor, dass die Iren ungeachtet der Ablehnung des Lissabon-Vertrags im Juni 2008 zu jenen EU-Bürgern gehören, die das positivste Bild von der Europäischen Union hatten. 65 Prozent der Iren gaben damals an, ein positives Bild von der EU zu haben. Nur die Rumänen (67 Prozent) fanden die EU insgesamt noch besser als die Iren. In diesen Ergebnissen des «Eurobarometers» sah damals ein Sprecher der EU-Kommission die Bestätigung dafür, dass das Bild der EU nicht als Grund für das Scheitern der Volksabstimmung in Irland angeführt werden könnte.
In Deutschland war das Bild von der EU im Sommer 2008 mit 44 Prozent positiver Stimmen um fünf Punkte schlechter als noch zu Anfang des Jahres. Damit lag Deutschland unter dem EU-Durchschnitt (48 Prozent). Mit 28 Prozent waren damals die Österreicher eindeutig am wenigsten von der EU angetan.
Ingesamt waren nur noch 52 Prozent aller EU-Bürger davon überzeugt, dass die Mitgliedschaft ihres Landes in der Union eine gute Sache sei. Das war ein Rückgang von sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Anfang des Jahres. In Deutschland ging die Zustimmung um sieben Prozentpunkte auf 60 Prozent zurück. In Großbritannien fanden nur 30 Prozent, dass die EU-Mitgliedschaft gut sei, in Lettland waren es sogar nur 29 Prozent. 37 Prozent der EU-Bürger hielten die Inflation für das größte Problem, um das sich die EU kümmern müsse. Dies waren 11 Punkte mehr als sechs Monate zuvor. In Deutschland waren es sogar 44 Prozent, die die Inflation für besonders bedrohlich hielten.




