Kleine EU-Unternehmen sollen schneller an Subventionen kommen

07.07.2008 18:42

Brüssel (dpa) - Kleine und mittlere Unternehmen in der EU sollen
schneller an staatliche Subventionen kommen. Etwa die Hälfte der
staatlichen Hilfen für diese Unternehmen müssten künftig nicht mehr
in Brüssel zur Überprüfung angemeldet werden, sagte EU-
Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Montag in Brüssel. Die
Niederländerin nannte als Beispiele Hilfen für bestimmte Projekte,
für Innovation und Umweltschutz.

Üblicherweise muss ein Mitgliedstaat Hilfen an Unternehmen bei den
EU-Wettbewerbshütern anmelden. Damit sollen Wettbewerbsverzerrungen
verhindert werden. «Die Fonds können jetzt schneller freigegeben
werden», sagte Kroes. Sie verspricht sich weniger Bürokratie im
eigenen Haus, denn es werden nun tausende Anmeldungen pro Jahr
weniger erwartet.

Die neue Regelung werde in den kommenden Wochen in Kraft treten.
Sie gilt auch für junge, gerade gegründete Unternehmen. Firmen, die
von einer Frau geführt werden, können bis zu eine Million Euro pro
Jahr an Hilfen ohne Brüsseler Prüfung erhalten.
dpa cb xx n1 bb