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Aigner will EU-weiten Schutz vor Käse-Imitaten

04.11.2009 11:16

Berlin (dpa) - Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will
auf EU-Ebene möglichst rasch eine klare Kennzeichnung von falschem
Käse und Schinken durchsetzen. «Die Bundesregierung wird zügig einen
Vorschlag in die laufenden Brüsseler Beratungen zu dem Vorschlag für
eine Verbraucher-Informationsverordnung einbringen», sagte eine
Ministeriumssprecherin am Mittwoch in Berlin. Das Ziel sei eine klare
Kennzeichnung von Käse- und Schinkenimitaten. Die Bundesregierung
werde sich nachdrücklich für eine EU-weite Regelung einsetzen. Damit
wies das Verbraucherministerium scharfe Kritik von Foodwatch zurück.

Die Verbraucherorganisation wirft der schwarz-gelben Koalition
vor, dass ihre Pläne für das Vorgehen gegen Verbrauchertäuschung bei
Lebensmitteln eine Mogelpackung seien, weil sie nur EU-weit
durchgesetzt werden könnten. Die Grünen-Bundestagsfraktion sprach von
Scheinaktivitäten der Regierung. In den vergangenen Monaten waren
zunehmend falscher Käse und Schinken aufgetaucht, zum Beispiel auf
Pizza. Käseimitat besteht aus Wasser, Pflanzenfett, Milcheiweiß,
Stärke, Aromen und Farbstoffen, falscher Schinken aus Stärke-Gel und
kleinen Fleischstücken.
dpa vr yydd n1 bk