Eon legt Streit mit EU-Kommission bei
05.02.2010 11:29
Brüssel (dpa) - Der Kartellstreit zwischen dem Stromkonzern Eon und der EU-Kommission ist endgültig beigelegt: Die Brüsseler Behörde
gab dem Unternehmen am Freitag grünes Licht für den Verkauf seines deutschen Höchstspannungsnetzes an die niederländische Netzgesellschaft Tennet. Die Übernahme beeinträchtige nicht den Wettbewerb auf den wichtigsten Märkten in der EU, entschieden die Kartellwächter. Der Strommarkt in Deutschland stehe Wettbewerbern nun offen.
Mit diesem Schritt kommt das rund 10 000 Kilometer lange Höchstspannungsnetz des größten deutschen Stromversorgers in staatliche Hände, denn Tennets einziger Aktionär sind die Niederlande.
Mit dem Verkauf nimmt Eon nach früheren Angaben 1,1 Milliarden Euro ein. Der Konzern zieht damit zugleich einen Schlussstrich unter eine Abmachung, die er 2008 mit der EU-Kommission ausgehandelt hatte: Sich von 5000 Megawatt an Kraftwerkskapazitäten zu trennen und das Stromnetz abzugeben. Mit diesem Zugeständnis erreichte Eon die Einstellung des Kartellverfahrens.
Die EU-Kommission hat nun keine Bedenken mehr. Die Eon-Tochter Transpower Stromübertragungs GmbH (TPS) sei einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland, während Tennet der einzige in den Niederlanden sei, schrieb die Behörde. Tennet sei ein vollständig entflochtener Übertragungsnetzbetreiber und habe folglich kein Interesse daran, Kapazitäten zum Vorteil bestimmter Marktteilnehmer zuzuteilen. dpa mt xx n1 gö



