Bafin: Keine Anzeichen für Spekulation gegen Griechen-Anleihen

08.03.2010 19:59

Bonn (dpa) - Die deutsche Finanzaufsicht Bafin sieht bisher keine
Anhaltspunkte für massive Spekulation gegen griechische
Staatsanleihen mit Hilfe von Kreditderivaten. Die Bafin reagierte mit
der Mitteilung vom Montag auf anderslautende Medienberichterstattung.
Es geht dabei um Kreditausfallversicherungen, sogenannte Credit
Default Swaps (CDS). Sie stehen seit Tagen als mutmaßliches Werkzeug
von Spekulanten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Die Bafin betonte nun, das Nettovolumen der CDS auf griechische
Anleihen liege seit Mitte Januar nahezu unverändert bei neun
Milliarden Dollar. Das Bruttovolumen ausstehender CDS-Kontrakte, das
Mitte Februar mit rund 83 Milliarden Dollar doppelt so hoch gewesen
sei als vor einem Jahr, spiegele eher den Handelsumsatz wider. Damit
ließen die vorliegenden Marktdaten nicht auf massive Spekulationen
schließen, argumentierte die Bafin.

Der «Spiegel» zitiert in seiner neuen Ausgabe aus einem Bafin-
Papier, immer teurere Kreditausfallversicherungen für Griechenland
könnten Investoren verunsichern und zu einem «Käuferstreik» bei
griechischen Anleihen führen.
dpa yyzz n1 so