EU-Millionen für entlassene Karmann-Mitarbeiter
09.03.2010 12:50
Straßburg (dpa) - Entlassene Mitarbeiter des Autozulieferers
Karmann enthalten EU-Hilfen in Höhe von knapp 6,2 Millionen Euro. Das
Europäische Parlament billigte am Dienstag in Straßburg die Gelder
aus dem EU-Globalisierungsfonds. Damit sollen unter anderem
Umschulungen und Trainingsmaßnahmen finanziert werden.
Die insgesamt 1793 früheren Karmann-Mitarbeiter waren in den
Werken Osnabrück und Rheine beschäftigt gewesen und hatten im
vergangenen Jahr ihre Arbeitsstelle verloren.
Mit der EU-Unterstützung sollen nach Angaben des Europaparlaments
unter anderem das Transfer-Kurzarbeitergeld sowie spezielle
Qualifizierungsmaßnahmen finanziert werden. So sollen ungelernte
Arbeiter beispielsweise die Chance für eine Berufsausbildung
bekommen. Zudem sollen sie Schulungen und Existenzgründerberatungen
besuchen können.
Karmann war wegen der Krise der Autobranche in Turbulenzen geraten
und musste im April 2009 Insolvenz anmelden. Ende 2007 hatte Karmann
7000 Beschäftigte weltweit, im Sommer vergangenen Jahres waren es
noch 1500. Volkswagen gehörte früher zu den größten Kunden, hatte
aber seit Jahren keine Aufträge mehr an den Zulieferer vergeben. Im
November übernahm VW von Karmann Maschinen, Anlagen und Grundstücke
und gründete in Osnabrück eine neue Tochtergesellschaft. Von 2011 an
soll dort ein neues Golf-Cabrio produziert werden.
dpa dj xx n1 so
