Euro pendelt sich unter 1,36 US-Dollar ein

09.03.2010 17:08

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat sich am Dienstag nach der
Erholung zu Wochenbeginn wieder unter der Marke von 1,36 US-Dollar
eingependelt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am späten

Nachmittag 1,3578 Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die
Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag
auf 1,3557 (Montag: 1,3662) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete
damit 0,7376 (0,7320) Euro.

«Das Thema Griechenland mit all seinen Facetten belastet den Euro
weiterhin latent», sagte Experte Thomas Amend vom Bankhaus HSBC
Trinkaus. Nach wie vor sei sehr viel Unsicherheit über die
Ausgestaltung der Rettungspakete für die hoch verschuldeten Länder
wie Griechenland oder Portugal im Markt. Mangels neuer
Konjunkturdaten seien Impulse aus dieser Richtung ausgeblieben.
Derzeit beherrsche die Idee eines Europäischen Währungsfonds das
Geschehen an den Märkten.

Während Politiker sich grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber
dieser Idee zeigten, stoße das Vorhaben bei Notenbankern auf Kritik,
betonte Amend. Die Bundesbank sprach sich klar gegen die Schaffung
einer weiteren europäischen Institution zur Rettung von
Defizitsündern wie Griechenland aus. «Entscheidend ist der Wille der
EU, die Einhaltung der bestehenden Regeln voranzubringen», sagte
Bundesbankpräsident Axel Weber. Auch EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen
Stark warnte: «Es wäre der Start eines europäischen Finanzausgleichs,

der sehr teuer werden könnte, die falschen Anreize setzt und
letztlich Länder mit solideren öffentlichen Finanzen belasten würde.
»

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,90640 (0,90240) britische Pfund, 121,72 (123,48)
japanische Yen und 1,4626 (1,4628) Schweizer Franken festgelegt. Der
Preis für die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1115,75
(Vortag: 1125,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26
606,00 (26 855,25) Euro.
dpa jha yymm z2 bb