FDP-Finanzpolitiker sieht EU-Währungsfonds kritisch

10.03.2010 11:53

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende des Bundestags-Finanzausschusses,
Volker Wissing (FDP), sieht den Vorschlag für einen Europäischen
Währungsfonds sehr kritisch. Er lehnt vor allem die Bereitstellung
deutscher Steuergelder für Griechenland über diesen Umweg ab und
warnt vor «Fehlanreizen» für hoch verschuldete Euro-Länder. «Es i
st
Aufgabe von Finanzminister Wolfgang Schäuble darzulegen, inwieweit
die Einführung eines Europäischen Währungsfonds eine
tatsächliche Verbesserung gegenüber der jetzigen Situation ist»,
sagte Wissing am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa.

«Schäuble hat sich eindeutig festlegt, dass keine deutschen
Steuergelder für die Unterstützung Griechenlands zur Verfügung
gestellt werden», sagte er. «Dies darf auch nicht über den Umweg
eines Europäischen Währungsfonds erfolgen.» Wichtiger ist für
Wissing, dass der Euro-Stabilitätspakt streng und konsequent
angewendet wird.

Schäuble (CDU) hatte im Zuge des drohenden Staatsbankrotts des
Euro-Landes Griechenland für die Gründung eines Europäischen
Währungsfonds nach dem Vorbild des Internationalen Währungsfonds IWF
plädiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Idee
grundsätzlich begrüßt, sieht die Umsetzung aber erst in einer
ferneren Zukunft.
dpa rf yydd n1 k6 as