Fillon verlangt starke EU-Wirtschaftsregierung
10.03.2010 16:10
Berlin (dpa) - Frankreichs Regierungschef François Fillon hat als
Ergänzung zu einem möglichen europäischen Währungsfonds (EWF) eine
starke politische Wirtschaftsregierung der 27 EU-Mitglieder verlangt.
Zur Forderung nach einem EWF sagte er bei einem Vortrag der Berliner
Humboldt-Universität: «Diese Idee muss schnell geprüft werden, damit
wir die Mittel ergänzen, die der Eurozone und ihren Mitgliedern an
die Hand gegeben werden können, um auf finanzielle Spannungen zu
reagieren, die eine Gefährdung für die Währungsstabilität sein
könnten.»
Als Konsequenz aus der Wirtschaftskrise verlangte Fillon eine
Anpassung der Kontrollmechanismen im Euroraum. «Uns müssen
entsprechende Mittel zur Verfügung stehen, damit wir im Falle
wirtschaftlicher oder finanzieller Schwierigkeiten eines
Mitgliedstaats der Eurozone reagieren können.» Zur Krise in
Griechenland sagte er, diese Krise treffe «das Herz des Paktes, der
uns verbindet, nämlich unsere gemeinsame Währung». Ein Ausstieg
Griechenlands aus der Eurozone komme nicht infrage. Die Mitglieder
der Eurozone hätten eine Pflicht zur Solidarität mit diesem Land.
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