EU: Familien nach Flugunglück schnell benachrichtigen

11.03.2010 12:22

Brüssel (dpa) - Nach Flugzeugabstürzen sollen die Angehörigen der

Opfer in der gesamten EU schneller benachrichtigt werden. Darauf
verständigten sich die EU-Verkehrsminister am Donnerstag bei einem
Treffen in Brüssel. So soll die Fluggesellschaft die Liste mit den
Passagiernamen innerhalb von maximal zwei Stunden an die nationalen
Behörden geben - bislang gibt es kein zeitliches Limit dafür. Diese
alarmieren dann die Familien.

«Wir möchten alle, dass die Zeiten der Unsicherheit und Panik in
der Öffentlichkeit vorbei sind», sagte der spanische Verkehrsminister
und derzeitige Ratsvorsitzende José Blanco. Auf ein noch schnelleres
Handeln innerhalb von einer Stunde konnten sich die Minister nicht
verständigen. Sie waren sich aber einig, dass die Namen der
Verunglückten nicht an die Medien gelangen dürfen, bevor die Familien
informiert sind. Die nationalen Behörden sollen zudem enger mit der
Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zusammenarbeiten -
auch um Unglücke zu verhindern.

Auf dem Tisch der Minister lag ein entsprechender Entwurf für eine
EU-Verordnung. Die Minister brachten nun das von der EU-Kommission
gestartete Vorhaben auf den Weg. Im nächsten Schritt wird das
Europaparlament über die Verordnung beraten - stimmt es zu, ist sie
rechtskräftig.
dpa mt/lü xx n1 mg