Euro in ruhigem Umfeld kaum bewegt
11.03.2010 16:52
Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs hat sich am Donnerstag in
einem ruhigen Umfeld kaum bewegt. Am späten Nachmittag kostete die
Gemeinschaftswährung 1,3660 US-Dollar und damit in etwa soviel wie am
Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am
Mittag auf 1,3657 (Mittwoch: 1,3610) Dollar festgesetzt. Der Dollar
kostete damit 0,7322 (0,7348) Euro.
Devisenexperte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler sagte, neue
Konjunkturdaten zum US-Außenhandel und vom amerikanischen
Arbeitsmarkt hätten nur kurzzeitig Impulse geliefert. Bereits seit
Tagen schwankt der Eurokurs in einer Spanne von 1,35 bis 1,37 Dollar.
«Das Kräfteverhältnis zwischen Euro-Skeptikern und Optimisten ist
derzeit in etwa ausgeglichen», begründete Keller die Handelsspanne
des Euro.
Nach den kräftigen Kursverlusten der Gemeinschaftswährung infolge
der Haushaltsmisere Griechenlands sieht Keller inzwischen Anzeichen
für eine Bodenbildung. «Allerdings steht mit Portugal bereits der
nächste Wackelkandidat im Blick der Märkte.» So ist die Wirtschaft
Portugals im Schlussquartal 2009 nach zwei Abschnitten mit Wachstum
in die Rezession zurückgefallen. Sollte sich dieses Bild im laufenden
Jahr fortsetzen, könnte der Sparkurs des ebenfalls hochverschuldeten
Landes in Gefahr geraten.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,90860 (0,91140) britische Pfund, 123,84 (123,16)
japanische Yen und 1,4622 (1,4618) Schweizer Franken fest. Der Preis
für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1104,00
(1120,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26 090,30 (27
160,00) Euro.
dpa bf yymm z2 kf




