Bologna-Konferenz: Minister räumen Fehler ein

12.03.2010 15:18

Wien (dpa) - Die Bildungsminister und Staatssekretäre haben bei
der Bologna-Konferenz Fehler bei der Umsetzung der Reform eingeräumt.
Gleichzeitig versprachen die Teilnehmer in ihrer Abschlusserklärung,
kritischen Stimmen künftig mehr Gehör zu schenken. «Wir müssen dies
en
Stimmen zuhören, dann können wir erwarten, dass sie auch unserer
Stimme zuhören werden», sagte der ungarische Kultus- und
Bildungsminister Istvan Hiller bei der Abschlusspressekonferenz am
Freitag in Wien mit Blick auf die zahlreichen Studentenproteste.

Die 47 beteiligten europäischen Länder wollen sich außerdem dafü
r
einsetzen, dass künftig mehr Hochschüler im Rahmen ihres Studiums ins
Ausland gehen können. Dafür sei es unabdingbar, in allen Ländern
vergleichbare Lehrpläne und Abschlüsse zu haben, sagte die
österreichische Wissenschaftsministerin Beatrix Karl.

Im Rahmen der zweitägigen Konferenz, die am Donnerstag in Budapest
begonnen hatte, war Kasachstan als 47. Mitgliedsland in den Bologna-
Prozess aufgenommen worden.

Im Jahr 1999 hatten sich die Minister von zunächst 29 Staaten in
der italienischen Hochschulstadt Bologna auf einheitliche
Studienstrukturen verständigt - mit den aufeinander aufbauenden
Abschlüssen Bachelor, Master und Promotion.

(Achtung: Zusammenfassung bis 1600 - ca. 35 Zeilen)
dpa cf xx n1 cat/kf