Minister: EU-Konsens für Sanktionen gegen Iran

13.03.2010 14:04

Saariselkä (dpa) - In der EU gibt es nach den Worten des
finnischen Außenministers Alexander Stubb genügend Übereinstimmung,
um im Atomstreit neue Sanktionen gegen den Iran zu verhängen. Bei
einem informellen Treffen einer Gruppe von EU-Außenministern im
finnischen Saariselkä sagte Stubb am Samstag, er hoffe zwar, dass der
Weltsicherheitsrat weitere Strafmaßnahmen gegen das Land ergreifen
werde. «Andernfalls werden wir es einfach einseitig, direkt zwischen
der EU und dem Iran, machen müssen.» Die EU-Länder haben ihre
Unterstützung für mögliche UN- Sanktionen gegen Teheran zugesagt,
nachdem der Iran im Februar damit begonnen hatte, Uran auf eine
höhere Stufe anzureichern, und den Bau neuer Urananreicherungsanlagen
in Aussicht gestellt hatte.

US-Außenministerin Hillary Clinton hatte zuletzt rasche weitere
UN-Sanktionen gefordert. Großbritannien, Frankreich und Russland
stehen dabei auf ihrer Seite. Die Vetomacht China blockiert aber
bisher ein härteres Vorgehen gegen Teheran. Die EU versucht bereits
mit eigenen Sanktionen, die iranische Regierung zu mehr
Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zu
bewegen. Der Westen verdächtigt den Iran, an einer Atombombe zu
arbeiten. Die Regierung weist dies stets zurück und betont den
zivilen Charakter seines Atomprogramms.
dpa bn cro xxzz n1 mu