Euro-Staaten wollen Griechenland notfalls helfen
15.03.2010 22:32
Brüssel (dpa) - Die 16 Euro-Staaten wollen dem hoch verschuldete
n
Griechenland notfalls mit bilateralen Krediten zur Seite stehen. Das
sagte der Vorsitzende der Euro-Kassenhüter, Luxemburgs Premier Jean-
Claude Juncker, nach Beratungen am Montagabend in Brüssel:
«Griechenland wird unterstützt, wenn es die Hilfe braucht.»
Bislang habe Griechenland aber nicht um finanzielle Unterstützung
gebeten. Der Hilfsplan beinhalte nur bilaterale Hilfen, aber keine
Darlehensgarantien. Die technischen Details seien noch zu klären. Der
Umfang des in der Geschichte der gemeinsamen Euro-Währung
beispiellosen Hilfspakets blieb offen. Nach Spekulationen soll es
sich um mindestens 25 Milliarden Euro handeln.
Eine endgültige Entscheidung müssten die EU-Staats- und
Regierungschefs treffen. Sie werden sich am 25. und 26. März zu einem
Gipfel in Brüssel treffen. Juncker sagte, es müsse aber nicht
unbedingt beim nächsten Treffen der «Chefs» entschieden werden. Übe
r
den Zeitplan müsse der ständige EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy
entscheiden. Der Chef der Euro-Gruppe sagte, die Vorschläge der
Ministergruppe seien mit dem EU-Vertrag vereinbar.
Nach Junckers Worten wollen die Euro-Finanzminister mit diesem
Schritt an die Finanzmärkte die Botschaft senden, dass sie
Griechenlands Sparmaßnahmen für glaubwürdig halten. Griechenland hat
mehr als 300 Milliarden Euro Schulden und gilt als Wackelkandidat des
gemeinsamen Euro-Währungsgebietes.
dpa mt/cb xx n1 fi
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