Experte warnt vor Finanzhilfen für Griechenland
16.03.2010 23:23
Göhren-Lebbin (dpa) - Der Vorsitzende des Sachverständigenrates
der Bundesregierung, Wolfgang Franz, hat vor Finanzhilfen der
Europäer für das hoch verschuldete Griechenland gewarnt. «Wenn
geholfen werden soll, wäre das eine Sache für den Internationalen
Währungsfonds», sagte Franz am Dienstagabend auf einem Siemens-
Wirtschaftsforum vor Unternehmern in Göhren-Lebbin (Müritzkreis) in
Mecklenburg-Vorpommern. Dazu brauche die EU keinen Europäischen
Währungsfonds. Zudem seien die Griechen «alles andere als
unverschuldet in die Krise geraten».
«Ich kann nur warnen vor einem in dem Zusammenhang diskutierten
EU-weiten Finanzausgleich, das würde ein ökonomisches Desaster»,
erklärte der Volkswirtschaftler. Kredithilfen sind auch in der EU
äußerst umstritten.
Griechenland ist mit mehr als 300 Milliarden Euro verschuldet.
Die sozialistische Regierung hat ein hartes Sparprogramm geplant, das
unter anderem Gehaltskürzungen für Beamte sowie erhebliche
Einsparungen im Sozialbereich vorsieht.
[Tagung]: Radisson Blu Hotel, 17213 Göhren-Lebbin
dpa ww yymv n1 fi




