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EU will Kyoto-Protokoll unter Bedingungen verlängern

04.05.2010 11:39

Königswinter (dpa) - Die Europäische Union (EU) dringt für eine
Verlängerung des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz auf die Mithilfe
von China und den USA. «Wir sind zu einer Verlängerung der
Verpflichtungen bereit», sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen
(CDU) am Dienstag am Rande des internationalen Ministertreffens auf
dem Petersberg bei Bonn. Europa und die anderen Staaten des
Kyoto-Protokolls könnten dies aber nicht allein leisten.

«Wir müssen auch darüber reden, was in dem Zusammenhang die
Beiträge von China und den USA sind.» Die erste Periode mit
Klimaschutzverpflichtungen des Kyoto-Protokolls läuft 2012 aus.
Bisher fehlt ein Anschlussabkommen. Röttgen bekräftigte, Deutschland
fordere die EU zu einer Kohlendioxid-Senkung von 30 Prozent bis 2020
ohne Bedingungen auf.

In die stockenden Klimaschutzverhandlungen kommt nach dem
Rückschlag des Kopenhagener Gipfels nach Ansicht von Röttgen wieder
Bewegung. Beim Waldschutz könnten die Voraussetzungen für Einigkeit
geschaffen werden, beim Transfer von Technologien gebe es die
Aussicht auf einen Abschluss. Als größte Hürde sieht der
Umweltminister weiter die Finanzmittel von Industrieländern an ärmere
Länder. Deutschland will in diesem Jahr 420 Millionen Euro für
schnelle Hilfen bereitstellen.


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