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EZB setzt Politik des billigen Geldes fort

02.09.2010 13:46

Frankfurt/Main (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt
ihre Politik des billigen Geldes fort. Der Leitzins im Euro-Raum
bleibt auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent. Das entschied der EZB-Rat
bei seiner Sitzung am Donnerstag in Frankfurt. Der wichtigste Zins
zur Versorgung der Banken mit Zentralbankgeld verharrt seit Mai 2009
auf diesem Niveau.

Mit einem Zinsschritt nach oben rechnen Volkswirte frühestens
2011. Gegen höhere Zinsen sprechen die unsicheren
wirtschaftlichen Aussichten und die auf absehbare Zeit niedrige
Inflation. Unter Ökonomen gilt das zuletzt rasante Wachstum der
Konjunktur vor allem in Deutschland als Ausreißer nach oben,
allgemein wird in den nächsten Monaten wieder ein moderateres
Wachstum erwartet. Höhere Zinsen würden Kredite verteuern und könnten

daher Gift für die Erholung der Konjunktur sein.

Ihre Wachstumsprognose dürfte die EZB gleichwohl deutlich anheben.
Volkswirte erwarten, dass die Notenbank ihre Prognose für das
Wirtschaftswachstum 2011 von 1,0 auf bis zu 1,5 Prozent erhöhen wird.
Die Aussicht für 2011 dürften hingegen nur leicht über den zuletzt
erwarteten 1,2 Prozent liegen. Die neuesten Zahlen wird EZB-Präsident
Jean-Claude Trichet bei einer Pressekonferenz am Nachmittag in
Frankfurt bekanntgeben.

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## Redaktionelle Hinweise
- Zusammenfassung bis 1700 - ca. 40 Zl

## Orte
- [EZB](Kaiserstraße 29, 60311 Frankfurt am Main)


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