Gesprächsmarathon in Athen zu Ende - Bangen um Rettungsprogramm

09.02.2012 06:19

Athen (dpa) - Der Gesprächsmarathon in Athen ist am frühen
Donnerstagmorgen zu Ende gegangen. «Ich hoffe, dass das Treffen der
Eurogruppe stattfindet und das neue Programm genehmigt. Davon hängt
das finanzielle Überleben unseres Landes ab», sagte der griechische
Finanzminister Evangelos Venizelos im Fernsehen. Die
Euro-Finanzminister sollen sich am Donnerstagabend in Brüssel
treffen, um über Griechenland zu beraten.

Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums
erfuhr, räumte die «Troika» den Griechen 15 Tage Zeit ein, um das
strittige Thema der Kürzungen der Renten zu regeln. Es geht um einen
Betrag in Höhe von 300 Millionen Euro. Die «Troika» besteht aus
Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds und der
Europäischen Zentralbank (EZB).

Am Mittwochabend hatten sich die griechischen Spitzenpolitiker in
siebenstündigen Verhandlungen zum neuen harten Sparprogramm auf alle
Themen «außer einem» einigen können. «Die Parteichefs haben sich
auf
alle Themen außer einem geeinigt. Dieses muss noch mit der «Troika»
(Geldgebervertreter) besprochen werden», erklärte schriftlich das
Büro von Papademos nach dem Treffen der Spitzenpolitiker.

Wenige Minuten nach dem Ende dieser Gespräche der Spitzenpolitiker
kamen die Vertreter der Geldgeber erneut am Sitz des
Ministerpräsidenten an, wie das Fernsehen zeigte. Papademos war von
den Parteivorsitzenden ermächtigt worden, die Gespräche mit der
Troika zu Ende zu führen.

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