Eurokurs leicht gestiegen

11.06.2019 16:55

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Dienstag etwas zugelegt. Die
europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,1325
US-Dollar gehandelt. Sie notierte damit etwas höher als im frühen
Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs auf
1,1320 (Montag: 1,1301) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit
0,8834 (0,8849) Euro.

Die vorläufige Beilegung des Handelsstreits der USA mit Mexiko sorgte
für etwas Zuversicht am Devisenmarkt. Ein Ende der Handelskonflikte
ist aber noch nicht in Sicht. Das primäre Ziel der USA ist nach
Einschätzung von Commerzbank-Devisenexperte Ulrich Leuchtmann die
relative ökonomische Stärkung der USA - indem das Wachstum anderer
Volkswirtschaften geschwächt werden soll. Diese Politik richte sich
derzeit gegen China und sollte sich bald auch gegen Europa wenden.

Die heftige Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Geldpolitik
der Notenbank Fed bewegte den Dollar nur kurzzeitig. «Sie haben keine
Ahnung», schrieb Trump auf Twitter mit Blick auf die Zentralbanker.
Der Leitzins der Fed sei «viel zu hoch». Zudem machte er den
angeblich schwachen Euro für den Touristenansturm auf Europa
verantwortlich. «Dies liegt daran, dass der Euro und andere Währungen
gegenüber dem Dollar abgewertet werden, was die USA stark
benachteiligt.» Schuld an dem starken Dollar sei auch die Geldpolitik
der Fed.

Zugelegt hat das britische Pfund. Trotz der hohen Brexit-Unsicherheit
blieb der Arbeitsmarkt weiter robust. Die Beschäftigung legte in den
drei Monaten bis April stärker als erwartet zu. Gleichzeitig stiegen
auch Löhne und Gehälter deutlich.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,89085 (0,89248) britische Pfund, 123,09 (122,78)
japanische Yen und 1,1233 (1,1200) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze (31 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1324
Dollar gehandelt. Das waren knapp vier Dollar weniger als am Vortag.



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