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Maltas Ministerpräsident hofft auf Fortschritte bei Migrationspolitik

11.01.2017 16:03

Valletta (dpa) - Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat hofft, dass
ein besserer europäischer Grenzschutz auch zu einer Annäherung der
EU-Staaten in der Migrationspolitik führt. «Es geht um gegenseitiges
Verständnis», sagte Muscat am Mittwoch in der maltesischen Hauptstadt
Valletta. Sein Land hat in der ersten Jahreshälfte den Vorsitz der
EU-Staaten inne.

Malta, das selbst Ziel von Flüchtlingen ist, habe sich dennoch
solidarisch gezeigt und auch Migranten aus Italien und Griechenland
übernommen, so Muscat. Er habe aber Verständnis für Politiker
insbesondere in Osteuropa. Länder wie Ungarn dringen auf eine bessere
Sicherung der EU-Außengrenzen, wehren sich aber gegen die Aufnahme
von Flüchtlingen aus anderen europäischen Staaten. «Auch wenn wir mit

ihrer Argumentation nicht übereinstimmen, müssen wir ihr Anliegen
wahrnehmen», sagte Muscat. Er hoffe, dass erhebliche Fortschritte und
eine Flüchtlingsverteilung in Europa möglich würden, sobald die
Außengrenzen gesichert seien.






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