Ankara hält Flüchtlingspakt mit der EU ein

21.04.2017 10:15

Athen (dpa) - Die Türkei hält das Flüchtlingsabkommen mit der EU
trotz der Spannungen im Verhältnis zur Union und wiederholter
gegenteiliger Drohungen ein. Die Zahl der Migranten, die aus der
Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis übersetzen, se
i
weiterhin niedrig, teilte der griechische Flüchtlingskrisenstab am
Freitag mit. In den ersten zwanzig Apriltagen seien im Durchschnitt
41 Menschen auf den Inseln angekommen. Von Donnerstag auf
Montagmorgen seien sogar nur 26 Flüchtlinge registriert worden.

Insgesamt haben vom Jahresbeginn bis zum 21. April 5078 Migranten und
Flüchtlinge übergesetzt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren gut
94 000 Menschen angekommen.

Die Anzahl der ankommenden Migranten ging von April 2016 an
schlagartig zurück, als die Balkanländer die Balkanroute schlossen
und der EU-Türkei-Flüchtlingspakt in Kraft trat. Dieses Abkommen
sieht vor, dass die Türkei die Flüchtlinge zurückhält und die EU al
le
Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln
kommen und kein Asyl erhalten, zurückschicken kann.



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