Deutschland bei Einbürgerungen im EU-Vergleich weit hinten

21.04.2017 13:28

Luxemburg (dpa) - In Deutschland werden im EU-Vergleich
vergleichsweise wenige Ausländer eingebürgert. Durchschnittlich seien
2015 in der Europäischen Union 2,4 Staatsangehörigkeiten je 100
ansässige Ausländer verliehen worden, teilte das Statistikamt
Eurostat am Freitag mit. In der Bundesrepublik habe die sogenannte
Einbürgerungsquote jedoch nur bei 1,5 gelegen. Die höchsten Quoten
wurden in Schweden mit 6,7 Einbürgerungen je 100 ansässige Ausländer

und Portugal (5,2) verzeichnet.

Am häufigsten bekamen 2015 Marokkaner die Staatsangehörigkeit eines
EU-Mitgliedstaats. Sie lagen mit 86 100 Personen klar vor Albanern
(48 400), Türken (35 000) und Indern (31 000). In Deutschland wurden
nach Angaben des Statistischen Bundesamtes am häufigsten Türken
eingebürgert (19 700), gefolgt von Polen (5900) und Ukrainern (4200).
Die Gesamtzahl gab die Behörde mit 107 200 Einbürgerungen an.

Um einen deutschen Pass zu bekommen, müssen Antragsteller strenge
Voraussetzungen erfüllen. So müssen sie unter anderem mindestens acht
Jahre rechtmäßig in Deutschland gelebt haben und einen
Einbürgerungstest bestehen.



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