Eurokurs deutlich gestiegen - Brasilianischer Real erholt sich etwas

19.05.2017 17:30

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro ist am Freitag auf den höchsten Stand
seit November gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung
kletterte am Nachmittag bis auf 1,1197 US-Dollar. Im frühen Handel
hatte der Euro noch 1,11 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank
(EZB) hat den Referenzkurs am Freitag auf 1,1179 (Donnerstag: 1,1129)
Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8945 (0,8986) Euro.

Die Gemeinschaftswährung profitierte weiter von der hohen
Unsicherheit mit Blick auf die US-Politik. Die politischen
Entwicklungen um US-Präsident Donald Trump bleiben ein entscheidender
Einflussfaktor auf den Devisenmarkt. «Jede neue Enthüllung könnte die

Fortsetzung der Dollar-Schwäche bedeuten», kommentierte Ulrich
Wortberg, Analyst bei der Landesbank-Hessen-Thüringen. Die
anfängliche Trump-Euphorie habe sich gelegt, da offen über eine
Amtsenthebung nachgedacht werde.

In Brasilien hat sich der Kurs der Landeswährung Real nach der
Talfahrt vom Vortag etwas erholt. Am Freitag stieg der Wert des Real
zum US-Dollar um fast drei Prozent. Ein Dollar kostete zuletzt 3,2816
Real. Am Donnerstag war der Real noch um etwa acht Prozent
eingebrochen. Zuvor war bekannt geworden, dass Brasiliens Präsident
Michel Temer nach Enthüllungen um Schweigegeldzahlungen und eine
Behinderung von Justizermittlungen in einem Korruptionsskandal um
sein Amt bangen muss.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,85908 (0,85363) britische Pfund, 124,35 (123,05)
japanische Yen und 1,0921 (1,0874) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1252,00 (1255,90)
Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 141,00 (36 514,00) Euro.



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