Der Wirkstoff Glyphosat und seine Verwendung

27.11.2017 17:50

Berlin (dpa) - Glyphosat ist ein sogenanntes Total-Herbizid, es wirkt
auf alle grünen Pflanzen. Der Wirkstoff blockiert ein Enzym, das
Pflanzen zur Herstellung lebenswichtiger Aminosäuren brauchen, das
aber auch in Pilzen und Mikroorganismen vorkommt. Wo Glyphosat
ausgebracht wird, wächst kein Gras mehr - auch kein Kraut, Strauch
oder Moos. Ackerflächen können so vor oder kurz nach der Aussaat und
nochmals nach der Ernte unkrautfrei gemacht werden.

Glyphosat wird auf rund 400 Millionen Hektar überwiegend
landwirtschaftlich genutzter Flächen eingesetzt, berichtete das
Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group. Zum Vergleich:
Agrarflächen umfassen in Deutschland 16,7 Millionen Hektar. 

Der vom US-Konzern Monsanto entwickelte Wirkstoff wurde 1974 erstmals
zugelassen. Im Jahr 2000 lief das Patent aus, seither werden
Glyphosat-haltige Produkte auch von anderen Herstellern angeboten.
Verkauft werden jährlich rund 850 000 Tonnen solcher Mittel, in
Deutschland sind es etwa 5000 Tonnen.



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