Bauernverband fordert Maßnahmen gegen Problemwolf

08.11.2017 10:33

Pasewalk/Schwerin (dpa/mv) - Der Landesbauernverband
Mecklenburg-Vorpommern fordert Maßnahmen gegen den «Problemwolf» aus

der Region Ramin (Kreis Vorpommern-Greifswald). Die bisherige
Entscheidung des Schweriner Agrarministeriums, das Raubtier nicht zu
fangen oder zu schießen und stattdessen den Zaun des Solarparks zu
verstärken, «ist ein Witz», sagte der Präsident des Verbandes Detle
f
Kurreck am Dienstag am Rande des Bauerntages in Pasewalk. Der Wolf
soll im Oktober trotz Schutzzaun mindestens neunmal in Solarpark
eingedrungen sein und dort 35 von rund 100 Schafen getötet haben,
sagte Schafhalter Theo Seiter.

«Keine andere Regierung lässt ihre arbeitenden Leute derart hängen»
,
sagte Seiter, der als erster professioneller Tierhalter im Nordosten
einen Antrag auf Beseitigung des Problemwolfes gestellt hatte. Er
wolle die letzten, enorm verängstigten Schafe aus Ramin abholen. Für
eine Zaunerweiterung sei der Besitzer des Parks zuständig. Das könne
dauern. Kurreck forderte «ein Signal für die Nutzviehhalter» vom
Landesministerium. Auf dem deutsch-polnischen Bauerntag wurde auch
Minister Till Backhaus (SPD) erwartet.



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