EU-Kommissar über Autobranche: «Bin nicht unter Druck gesetzt worden»

08.11.2017 11:04

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission wehrt sich gegen Vorwürfe, im
Streit über schärfere Abgaswerte vor der Autolobby eingeknickt zu
sein. «Ich bin nicht unter Druck gesetzt worden, wir haben unsere
Arbeit frei erledigt», sagte Klimakommissar Miguel Arias Cañete der
Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich habe der Industrie zugehört, ich
habe auf ihre Argumente gehört.»

Die Autoindustrie gehöre zu den wichtigsten Wirtschaftsbranchen der
Europäischen Union, unterstrich Arias Cañete. «Es ist meine Pflicht,

ihnen zuzuhören. Ich folge nicht all ihren Vorschlägen. Aber manchmal
haben sie bei einer Sache recht, und ich kann ihre Bedenken
nachvollziehen.»

Zuletzt hatte es Berichte über Interventionen des Verbands der
Automobilindustrie bei der Kommission in Brüssel gegeben. Die
«Süddeutsche Zeitung» berichtete zudem über ein Strategiepapier des

Volkswagen-Konzerns mit dem Ziel, strengere Klimaschutzziele
in Europa zu verhindern.



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