Autohersteller kritisieren rasche Verschärfung der CO2-Werte

08.11.2017 15:36

Brüssel (dpa) - Die Autoindustrie kritisiert den Vorschlag der
EU-Kommission für schärfere Kohlendioxid-Grenzwerte schon im Jahr
2025. Dies lasse nicht genug Zeit für technische Änderungen, monierte
der Herstellerverband ACEA am Mittwoch. Zudem sei das für 2030
anvisierte Ziel von 30 Prozent CO2-Minderung «über die Maßen
fordernd». ACEA plädiere für ein Minus von 20 Prozent bis 2030. Schon

das sei nur mit hohen, aber noch akzeptablen Kosten zu erreichen.

Der Verband der Automobilindustrie erklärte in Berlin: «Der
vorgelegte Entwurf stellt die Automobilindustrie vor extreme
Herausforderungen. Ob diese vorgeschlagenen CO2-Zielwerte zu
erreichen sind, ist aus heutiger Sicht mehr als fraglich und hängt
maßgeblich davon ab, wie schnell alternative Antriebe in den
kommenden Jahren von den Kunden angenommen werden und wie schnell die
öffentliche Infrastruktur aufgebaut wird.»

Die EU-Kommission hatte zuvor ihre Vorschläge für klimafreundlichere
Autos vorgestellt. So sollen Neuwagen bis 2025 im Schnitt zunächst 15
Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen, bis 2030 dann 30 Prozent
weniger. Sonst drohen den Autobauern deftige Strafen. Zudem will die
Kommission bis 2030 möglichst 30 Prozent Neuwagen mit Elektro- oder
anderen alternativen Antrieben auf die Straße bringen. Dafür plant
sie ein Anreizsystem für Hersteller, aber keine feste Quote.



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