Hendricks kritisiert Gabriels Warnung vor scharfen EU-Abgaswerten

08.11.2017 22:54

Berlin (dpa) - Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat
ihren Parteikollegen, Außenminister Sigmar Gabriel, kritisiert, der
die EU-Kommission vor zu strengen Abgas-Vorschriften für die
Automobilindustrie gewarnt hatte. «Es ist verwunderlich, dass er das
gemacht hat. Denn erstens ist es inhaltlich nicht okay und zweitens
war es auch nicht in der Bundesregierung abgestimmt», sagte Hendricks
am Mittwochabend im ZDF-«heute journal».

Sie glaube nicht, dass man der «Automobil-Industrie hilft, wenn man
künstlich irgendwelche Schutzzäune um sie herum baut». Das sei auch
nicht nötig, weil das, was die EU-Kommission vorgeschlagen habe, gar
nicht so weit gehe, wie das, was die Industrie selbst angekündigt
habe.

Der inzwischen gefallene Kommissionsbeschluss sieht nun vor, dass
Neuwagen bis 2025 im Schnitt zunächst 15 Prozent weniger Kohlendioxid
ausstoßen sollen, bis 2030 dann 30 Prozent weniger. Sonst drohen den
Autobauern empfindliche Strafen. Zunächst waren deutlich strengere
CO2-Grenzwerte von 35 bis 40 Prozent befürchtet worden.



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