Einigung auf EU-Emissionshandel für den Klimaschutz erreicht

09.11.2017 04:46

Brüssel (dpa) - Nach monatelangen Verhandlungen haben sich
EU-Vertreter auf eine Reform des europäischen Emissionshandels
geeinigt. Letzte Streitpunkte seien ausgeräumt, teilten die Vertreter
des Europaparlaments und der EU-Länder am frühen Donnerstagmorgen in
Brüssel mit. Damit soll sich das Handelssystem im nächsten Jahrzehnt
endlich als wirksames Klimaschutzinstrument beweisen.

Geplant sind deutlich schärfere Klimaziele für Fabriken und
Kraftwerke. Die Menge, die sie an Treibhausgasen in die Luft blasen
dürfen, soll zwischen 2021 und 2030 jährlich um 2,2 Prozent sinken
und damit stärker als bisher. Gleichzeitig werden
Verschmutzungsrechte vom Markt genommen, um das Angebot zu
verknappen.

Dies soll dazu beitragen, dass die rund 11 000 beteiligten
Industrieanlagen in Europa bis 2030 mindestens 43 Prozent weniger
Kohlendioxid und andere Klimagase ausstoßen als 2005, damit die EU
ihre Zusagen im Pariser Weltklimapakt einhalten kann. Die vorläufige
Einigung aus der Nacht muss nun noch von den ständigen Vertretern der
EU-Mitgliedsstaaten gebilligt werden.



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