Emissionshandel: Grüne sehen Nationen bei Klimaschutz gefordert

09.11.2017 14:41

Berlin (dpa) - Nach der von Umweltschützern als enttäuschend
kritisierten Reform des europäischen Emissionshandels sehen die
Grünen jetzt vor allem nationale Klimaschutzmaßnahmen gefordert.
«Trotz leichter Verbesserungen bleibt der europäische Emissionshandel

bis 2030 ein zahnloser Tiger beim Kampf gegen die Erderhitzung»,
sagte die Grünen-Parteichefin Simone Peter am Donnerstag. Um die
Beschlüsse von Paris zum Klimaschutz umzusetzen, müsse Deutschland
den Ausstieg aus der Kohle «ambitioniert einleiten» und bis 2020 die
dreckigsten 20 Kraftwerksblöcke vom Netz nehmen, sagte Peter.

Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments hatten sich in
der Nacht zu Donnerstag auf die Reform des 2005 gestarteten Handels
mit Verschmutzungsrechten verständigt. Damit werden die Klimaziele
für Fabriken und Kraftwerke nachgeschärft: Die Menge, die sie an
Treibhausgasen in die Luft blasen dürfen, soll zwischen 2021 und 2030
jährlich um 2,2 Prozent sinken und damit stärker als bisher.



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