Studie: Brexit könnte Deutschland Milliarden kosten

10.11.2017 17:14

Berlin/Brüssel (dpa) - Der EU-Austritt Großbritanniens könnte für
Deutschland teuer werden. Nach Modellrechnungen für das
Europaparlament müsste die Bundesrepublik bei unveränderten
Rahmenbedingungen nach dem für 2019 geplanten Brexit rund 3,8
Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich zahlen. Allerdings sind diese
Zahlen vorerst nur theoretisch, da Verhandlungen mit Großbritannien
laufen und auch der mittelfristige EU-Haushalt neu gestaltet und
gewichtet werden soll.

Über die Studie zu möglichen Haushaltsauswirkungen des Brexits hatte
die Funke Mediengruppe am Freitag zuerst berichtet. Sie liegt der
Deutschen Presse-Agentur vor. Darin werden die Folgen durchgespielt,
wenn der bisherige Nettobeitrag Großbritanniens von 10,2 Milliarden
Euro fehlt und die Lücke im bisherigen Rahmen gestopft werden müsste.
In dem Fall hätte Deutschland als größtes EU-Land und Nettozahler
eine Steigerung des jährlichen Beitrags um 16 Prozent zu schultern.

Frankreich müsste nach dem Brexit 1,2 Milliarden Euro mehr bezahlen,
Italien rund eine Milliarde. Deutschland zahlte 2016 netto 12,9
Milliarden und Frankreich 8,2 Milliarden Euro.



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