Eurokurs legt nach schwachen US-Daten zu

10.11.2017 16:59

Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs hat am Freitag nach schwachen
US-Wirtschaftsdaten zugelegt. Am Nachmittag kostete die europäische
Gemeinschaftswährung 1,1674 US-Dollar. Sie notierte etwas höher als
am Vormittag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den
Referenzkurs auf 1,1654 (Donnerstag: 1,1630) US-Dollar fest. Der
Dollar kostete damit 0,8581 (0,8599) Euro.

Auftrieb erhielt der Eurokurs nach schwachen Konjunkturdaten aus den
USA. Das von der Universität von Michigan erhobene
Verbrauchervertrauen hatte sich im November überraschend eingetrübt.
Volkswirte rechneten mit einem leichten Anstieg. Die Daten sollten
vor dem Hintergrund des sehr hohen Niveaus und des deutlichen
Anstiegs im Vormonat nicht überbewertet werden, kommentierte Ulrich
Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Der österreichische Notenbankchef Ewald Nowotny stellte für die
EZB klar, dass aus seiner Sicht nicht vor 2019 mit einer ersten
Zinserhöhung zu rechnen sei. Die Aussagen belasteten den Eurokurs
jedoch nicht. Sie entsprachen den Erwartungen an den Finanzmärkten.

«Wir erwarten keine Zinserhöhung der EZB mehr unter der
Präsidentschaft von Mario Draghi, die am 31. Oktober 2019 endet»,
sagt Holger Sandte, Chefvolkswirt Europa von der skandinavischen
Großbank Nordea.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,88370 (0,88633) britische Pfund, 132,08 (131,75)
japanische Yen und 1,1591 (1,1589) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1284,30 (1284,80)
Dollar gefixt.



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