Bericht: EU will Ausbildung der libyschen Küstenwache erweitern

12.11.2017 03:00

Berlin/Brüssel (dpa) - Zur Eindämmung der illegalen Migration will
die Europäische Union die Ausbildung der libyschen Küstenwache
ausweiten. Wie die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf informierte
Diplomatenkreise in Brüssel berichtet, sollen künftig auch
Polizeikräfte, die im Küstenschutz tätig sind, trainiert und mit
Booten und Transportfahrzeugen ausgestattet werden. Bisher wurden im
Rahmen der EU-Marineoperation «Sophia» nur militärische Kräfte
innerhalb der libyschen Küstenwache ausgebildet.

Die EU-Kommission finanziert die Maßnahme zunächst mit 30 Millionen
Euro, Italien gibt weitere 16 Millionen Euro hinzu, wie es heißt. Die
Ausbildung der libyschen Küstenpolizei übernehme Italien. Die
Ausbildung finde außerhalb der EU-Marineoperation statt. Die
innenpolitische Sprecherin der Europäischen Volkspartei (EVP), Monika
Hohlmeier (CSU), sagte: «Die Ausbildung der Küstenwache im
Transitland Libyen ist wesentlich, um Menschenschmugglern das
Handwerk zu legen und damit die illegale, für viele tödliche
Überfahrt nach Europa möglichst zu verhindern.»



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