Zuwanderer in Deutschland schicken Milliarden in die Heimat

13.11.2017 16:03

Luxemburg (dpa) - Zuwanderer in Europa unterstützen ihre Heimatländer
mit Milliardenbeträgen. Allein aus Deutschland flossen 2016 rund 4,2
Milliarden Euro ab, gut die Hälfte davon in Länder außerhalb der
Europäischen Union, wie die Statistikbehörde Eurostat am Montag in
Luxemburg mitteilte.

Insgesamt registrierte Eurostat für das vergangene Jahr sogenannte
persönliche Übertragungen von 30,3 Milliarden Euro in Länder
außerhalb der EU. 2015 waren es rund eine Milliarde Euro mehr, doch
lag der Betrag damals einmalig besonders hoch.

Der größte Teil der Übertragungen sei Geld, das Migranten in ihre
Heimat schickten, erläuterte Eurostat. Gleichzeitig wurden aber auch
9,9 Milliarden Euro nach Europa überwiesen. Es flossen also 20,4
Milliarden mehr ab als zu. Innerhalb der EU wurden 14,2 Milliarden
Euro übertragen.

Nach Deutschland kommt fast nichts zurück: Den Überweisungen ins
Ausland von 4,214 Milliarden Euro standen laut Eurostat gerade mal
vier Millionen Euro an Übertragungen in die Gegenrichtung gegenüber.
Am meisten Geld floss aber aus Frankreich ab, nämlich unter dem
Strich 9,4 Milliarden Euro, an Platz zwei folgte Großbritannien mit
4,6 Milliarden.

Die größten Zuflüsse verbuchten unter den EU-Staaten Polen und
Portugal mit jeweils gut 2,8 Milliarden Euro netto. Es folgten
Rumänien mit gut 2,2 Milliarden und Bulgarien mit 860 Millionen Euro.



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