«Sami Blood» gewinnt Lux-Filmpreis des Europaparlaments

14.11.2017 13:16

Straßburg (dpa) - Das skandinavische Drama «Sami Blood» über die
indigene Volksgruppe der Samen in Schweden ist vom Europaparlament
mit dem Lux-Filmpreis ausgezeichnet worden. Der Preis fühle sich an
wie eine Entschädigung für die ältere Generation, sagte die
Schauspielerin Lene Cecilia Sparrok bei der Preisverleihung am
Dienstag in Straßburg. «Die Samen existieren immer noch.»

Gemeinsam mit ihrer Schwester Mia Erika Sparrok nahm sie die
Auszeichnung in traditionellen Gewändern gekleidet entgegen,
teilweise sprachen die Frauen in ihrer Sprache. Die beiden spielen
auch im Film ein Geschwisterpaar. Die Ältere träumt von einem anderen
Leben. Doch in der Gesellschaft, zu der sie gehören will, wird sie
mit Anfeindungen, Missbrauch und Rassismus konfrontiert.

In die Endauswahl gekommen waren auch das französische Aids-Drama
«120 Beats Per Minute» des Regisseurs Robin Campillo und der Film
«Western» von der Deutschen Valeska Grisebach.

Über den Gewinner, der bei der internationalen Vermarktung
unterstützt wird, hatten die EU-Abgeordneten abgestimmt. Alle drei
Filme der Endauswahl werden mit Hilfe von EU-Geldern in alle 24
Amtssprachen übersetzt. Im vergangenen Jahr war das deutsche
Vater-Tochter-Drama «Toni Erdmann» von Maren Ade ausgezeichnet
worden.



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