Rechnungsprüfer: EU-Agrarförderprogramme kompliziert und langwierig

14.11.2017 13:55

Luxemburg (dpa) - Das milliardenschwere System der EU-Agrarförderung
ist nach einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs zu kompliziert
und teils ineffektiv. Die entsprechenden Verfahren dauerten zudem
manchmal zu lange, teilten die Rechnungsprüfer am Dienstag in
Luxemburg mit. Dies führe letztlich zu schlechteren Ergebnissen der
EU-Agrarpolitik.

Die EU hat in ihrem Budget von 2014 bis 2020 fast 100 Milliarden Euro
für die Entwicklung des ländlichen Raums eingeplant. Damit soll unter
anderem die Wettbewerbsfähigkeit von Agrarbetrieben gestärkt und eine
nachhaltige Nutzung von Ressourcen unterstützt werden.

Über den Europäischen Landwirtschaftsfonds werden dabei jeweils
nationale beziehungsweise regionale Programme finanziert, die von den
EU-Staaten erstellt und von der EU-Kommission genehmigt werden.
Vorgesehen sind etwa Niederlassungsbeihilfen für junge Landwirte oder
Gelder zur Modernisierung von Betrieben.

Die Rechnungsprüfer empfehlen nun unter anderem der EU-Kommission,
die entsprechenden Programmplanungsdokumente zu vereinfachen und die
Zahl der Anforderungen zu verringern. Zudem sollte zwischen den
einzelnen nationalen Programm mehr Übereinstimmung geschaffen werden.



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