Tajani relativiert Forderung nach doppelt so viel Geld für EU

15.11.2017 18:48

Straßburg (dpa) - EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat seine
umstrittene Forderung nach einer Verdoppelung des EU-Haushalts
relativiert. «Wir müssen das Budget erhöhen», sagte der italienisch
e
Christdemokrat am Mittwoch in Straßburg. Er vermied dabei, von einer
Erhöhung des EU-Haushalts von 140 Milliarden Euro auf 280 Milliarden
Euro zu sprechen, wie er es zuvor in einem Interview der Funke
Mediengruppe getan hatte.

In Deutschland war Tajanis Forderung auf Ablehnung gestoßen.
Europapolitiker sahen aber durchaus die Notwendigkeit, mehr Geld für
die EU bereitzustellen - nur in geringerem Umfang.

Einnehmen will der EU-Parlamentspräsident die zusätzlichen Mittel bei
Unternehmen, die derzeit über Steuerparadiese Abgaben vermieden. «Man
sollte da ein bisschen Robin Hood sein», sagte er. Aber das seien nur
seine «eigenen Ideen», die er in die Diskussion werfe.

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger will im Mai 2018 den
mittelfristigen Finanzplan für die Zeit ab 2020 vorlegen.



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