EU einigt sich auf Haushaltplan für 2018 - deutlich mehr Auszahlungen

18.11.2017 09:15

Brüssel (dpa) - Aus dem Gemeinschaftshaushalt der EU soll im
kommenden Jahr deutlich mehr Geld ausgezahlt werden als in diesem.
Regierungsvertreter aus den 28 Mitgliedstaaten einigten sich am
frühen Samstagmorgen nach rund 16-stündigen Verhandlungen mit
Europaabgeordneten darauf, das Budget um 14,1 Prozent auf insgesamt
144,7 Milliarden Euro zu erhöhen.

Als Grund für die deutlich höheren Ausgaben gilt der abzusehende
Abruf von Geldern, die bereits vor längerem im Rahmen der
Finanzplanung his Ende 2020 bewilligt worden waren. So sind
beispielsweise für Projekte zur Stärkung des wirtschaftlichen und
sozialen Zusammenhalts 46,5 Milliarden Euro vorgesehen, was einem
Plus von 54,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Zahlungen für Projekte aus dem Bereich Wachstums- und
Beschäftigungsförderung steigen um 4 Prozent auf 20,1 Milliarden
Euro. So sollen im kommenden Jahr beispielsweise deutlich mehr Gelder
in das Forschungsprogramm Horizon 2020, den Ausbau des
transeuropäischen Transport-, Energie- und Kommunikationssektors und
das Jugendaustauschprogramm Erasmus fließen. Für die Unterstützung
für europäische Landwirte stehen 56 Milliarden Euro zur Verfügung
(plus 3,6 Prozent).



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