EU entscheidet über Umzug von Behörden - schlechte Chancen für Bonn

20.11.2017 03:30

Zwei EU-Behörden müssen nach dem Brexit London verlassen. Bonn hat
sich um die Arzneimittelagentur beworben, kann die EU-Kommission
jedoch wohl nicht in allen Punkten überzeugen. Am Montag wird
entschieden.

Brüssel/Bonn (dpa/lnw) - Wenn Großbritannien die EU verlässt, müsse
n
auch zwei EU-Behörden aus London wegziehen. Die EU-Staaten
entscheiden voraussichtlich am späten Montagnachmittag in Brüssel
über die neuen Standorte der Arzneimittelagentur EMA und der
Bankenaufsichtsbehörde EBA. Bonn hatte sich - wie 18 weitere Städte -
um die Arzneimittelagentur beworben, Frankfurt hätte gerne die
Bankenaufsichtsbehörde. Für die EMA arbeiten etwa 900 Menschen, bei
der EBA 180.

Die Chancen für Bonn stehen jedoch eher schlecht. Das geht aus einer
Auswertung der EU-Kommission hervor. So kann Bonn der EMA zunächst
nur Übergangsgebäude anbieten. Die EU-Kommission wünscht sich aber
einen Umzug in dauerhafte Räumlichkeiten.

Bonn erhofft sich durch die Ansiedlung Arzneimittelagentur eine
Sogwirkung auf andere Organisationen und auf Unternehmen aus der
Gesundheitsbranche. Daneben rechnet die Stadt durch Tagungen und
Konferenzen mit Experten aus aller Welt mit Impulsen fürs Hotel- und
Tagungsgeschäft. Wichtig wäre für Bonn nach Angaben einer Sprecherin

auch die weitere Profilierung als Standort bedeutender
internationaler Organisationen.



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