Gabriel hofft auf Rückkehr der Rohingya-Flüchtlinge nach Myanmar

20.11.2017 09:50

Naypyidaw (dpa) - Außenminister Sigmar Gabriel erwartet von Myanmar,
dass es den Hunderttausenden Flüchtlingen der muslimischen
Rohingya-Minderheit im benachbarten Bangladesch eine sichere Rückkehr

ermöglicht. Nach einem Treffen mit der myanmarischen Regierungschefin
Aung San Suu Kyi und anderen Außenministern in Myanmars Hauptstadt
Naypyidaw zeigte sich Gabriel am Montag zuversichtlich, dass ein
Rückkehrabkommen zwischen den beiden Nachbarländern zustande kommt.

«Sie wollen alles dafür tun, dass Flüchtlinge zurückkehren können
»,
sagte der SPD-Politiker. «Es geht natürlich um die Frage, wie sicher

die Region dann dort ist und welche Lebensperspektiven dort eröffnet
werden können.»   

Rund 830 000 Rohingya sind vor Gewalt und Verfolgung im buddhistisch
geprägten Myanmar nach Bangladesch geflohen. Alleine in den
vergangenen drei Monaten waren es nach einer Eskalation der Gewalt
620 000. Gabriel hatte am Sonntag ein Aufnahmelager im
südasiatischen Bangladesch besucht. «Die Lage der Flüchtlinge dort

ist drmatisch», sagte der Außenminister, der bis zur Bildung einer
neuen Regierung nur geschäftsführend im Amt ist.

Das Treffen mit San Suu Kyi fand am Rande des
Asien-Europa-Außenministertreffens in Naypyidaw statt, an dem 51
Länder teilnehmen. Auf europäischer Seite war auch die
EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini dabei.  



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