Asselborn: Deutschland kann sich Instabilität nicht leisten

20.11.2017 15:57

Brüssel (dpa) - Nach der gescheiterten Jamaika-Sondierung hofft der
luxemburgische Außenminister Jean Asselborn auf baldige klare
Verhältnisse in Berlin. «Deutschland ist das letzte Land, das es sich
leisten kann, in Regierungsinstabilität zu verfallen», sagte er der
Zeitung «Die Welt» (Dienstag). «Seine Rolle in der Welt und in Europa

verbietet dies.» Es bestehe «schon genug Nervösität und Ungewisshei
t
im politischen Weltgeschehen».

Deutschland werde zur Bewältigung internationaler Probleme dringend
benötigt, fügte Asselborn hinzu: «In Zeiten von Brexit, von
Klimawandel, von Terrorgefahr und der Migrationsherausforderung, aber
auch in Zeiten, wo der Multilateralismus seitens der USA angeschlagen
scheint und die europäische Wertegemeinschaft geschwächt
ist, ist eine starke deutsche Regierung unerlässlich für
die Position Europas in der Welt schlechthin.»



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