Estland: EU-Behörden müssen nach Umzug sofort arbeitsfähig sein

20.11.2017 17:34

Tallinn (dpa) - Bei den Abstimmungen über den neuen Standort von zwei

bislang in London beheimateten EU-Agenturen ist für das derzeitige
EU-Vorsitzland Estland bedeutend, wie schnell diese ihre Arbeit
fortsetzen können. «Für Estland war es wichtig, dass die Agenturen am

Tag des EU-Austritts von Großbritannien am neuen Standort sofort mit
ihrer Tätigkeit beginnen können», sagte eine Sprecherin des
Außenamts in Tallinn der Agentur BNS. Für welche Städte sich der

Baltenstaat entschieden hat, wollte sie nicht verraten. 

Vertreter der EU-Staaten wollten am Montag in Brüssel in einer
geheimen Wahl darüber abstimmen, wohin die Standorte der
Arzneimittelagentur EMA und der Bankenaufsichtsbehörde EBA verlegt
werden. Beide Behörden sollen wegen des geplanten
EU-Austritts Großbritanniens so schnell wie möglich in eines der 27

verbleibenden EU-Länder umgesiedelt werden. 

Estland hat sich um keine der beiden Agenturen beworben. In
Deutschland bewarb sich Bonn um den Sitz der EMA und Frankfurt am
Main um den Standort der EBA.



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