EU und Afrika wollen beim Thema Libyen Zusammenarbeit verstärken

22.11.2017 16:20

Brüssel (dpa) - Angesichts der dramatischen Situation von Migranten
in Libyen wollen die EU und die Afrikanische Union (AU) enger
zusammenarbeiten. Dies bekräftigten die EU-Außenbeauftragte Federica
Mogherini und der Vorsitzende der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat,

am Mittwoch in Brüssel. «Die Situation der Migranten ist für unseren

Kontinent sehr besorgniserregend», sagte Mogherini. 

Bei dem anstehenden EU-Afrika-Gipfel in der Elfenbeinküste in der
kommenden Woche soll eine wichtige strategische Kooperation zwischen
EU und AU vorangetrieben werden.

Das an der afrikanischen Mittelmeerküste gelegene Libyen ist derzeit
das Haupttransitland für Migranten, die auf dem Seeweg nach Europa
kommen wollen. Die EU versucht deswegen, die sogenannte zentrale
Mittelmeerroute mit Hilfe der libyschen Küstenwache abzuriegeln.

«Wir müssen unsere Anstrengungen vergrößern, um die Situation i
n
Libyen zu verbessern», forderte Mahamat. Problem sei unter anderem,
dass es in Libyen nicht eine Regierung gebe, sagte er.

Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011
ist das Land im Bürgerkriegschaos versunken. Drei Regierungen und
unzählige Milizen kämpfen um die Macht. In den Flüchtlingslagern in
Libyen herrschen oft menschenunwürdige Zustände.



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