Katastrophenschutz: Kommission will europaweite Hilfsmittel einführen

23.11.2017 14:05

Brüssel (dpa) - Im Kampf gegen Naturkatastrophen will die
EU-Kommission die Mitgliedsstaaten zu mehr Zusammenarbeit
verpflichten. «Tritt eine Katastrophe ein, so möchte ich, dass die
Europäische Union mehr tut, als nur ihr Beileid auszusprechen»,
forderte Präsident Jean-Claude Juncker am Donnerstag in Brüssel.

Angekündigt wurde am Donnerstag eine auf europäischer Ebene
angesiedelte Reserve von Katastrophenschutzkapazitäten wie
Löschflugzeugen zur Bekämpfung von Waldbränden, Sonderwasserpumpen,
Ausrüstungen für Such- und Rettungsmaßnahmen in städtischen Gebiete
n,
Feldlazaretten und medizinischen Notfallteams.

Der für Katastrophenschutz zuständige EU-Kommissar Christos
Stylianides sagte: «Die Tragödien des vergangenen Sommers und der
vergangenen Jahre haben gezeigt, dass unser derzeitiges auf
Freiwilligkeit beruhendes Katastrophenbewältigungssystem an seine
Grenzen stößt.»

Bei Stürmen, Fluten, Waldbränden und Erdbeben sind alleine in diese
m
Jahr über 200 Menschen in Europa ums Leben gekommen. Im Falle von
Naturkatastrophen wie den verheerenden Waldbränden in Portugal und
Spanien vor wenigen Wochen sollen nationale Mittel verstärkt durch
europäische ergänzt werden. Diese sollen aus dem EU-Haushalt
finanziert werden. 

Angepeilt seien etwas weniger als 100 Millionen Euro pro Jahr in den
kommenden drei Jahren, erklärte Kommissar Stylianides. Neben den
EU-Staaten sind weitere Länder wie Island, Norwegen oder
die Türkei Teil des EU-Katastrophenschutz-Mechanismus.



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