Eurokurs steigt nach starken Konjunkturdaten

23.11.2017 16:47

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Donnerstag seine Kursgewinne
vom Vortag nach unerwartet starken Konjunkturdaten aus der Eurozone
ausgebaut. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1846
US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Die Europäische
Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1848 (Mittwoch:
1,1749) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8440 (0,8511) Euro.

Im Euroraum war die Stimmung in den Unternehmen im November deutlich
besser als erwartet gewesen. Der am Markt stark beachtete Indikator
des britischen Forschungsunternehmens IHS Markit war um 1,5 Punkte
auf 57,5 Zähler gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit
rund sechseinhalb Jahren erreicht. Sowohl in Deutschland als auch in
Frankreich hatten sich die Indexwerte von hohem Niveau aus
verbessert, in Frankreich aber besonders stark. «Alles in allem steht
die Eurolandkonjunktur unter Volldampf», kommentierte Experte Andreas
Scheuerle von der Dekabank die Daten.

Außerdem begründeten Marktbeobachter den starken Euro mit dem
Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Dies wird
zwar als klarer Hinweis für eine weitere Zinsanhebung im Dezember
gedeutet. Allerdings zeigten sich mehrere Notenbanker besorgt über
die vergleichsweise schwache Inflation in den USA. Dies spricht für
einen vorsichtigen Kurs der Fed bei künftigen Zinsanhebungen, was den
Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug Auftrieb gibt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,89005 (0,88810) britische Pfund, 131,79 (131,61)
japanische Yen und 1,1613 (1,1609) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1290,35 (1286,95)
Dollar gefixt.



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