Länder unterstützen EU-Kommission im Kampf gegen Hacker-Angriffe

24.11.2017 11:34

Berlin (dpa) - Angesichts enormer Schäden durch Hacker-Attacken
unterstützen die Bundesländer grundsätzlich eine Initiative der
EU-Kommission für mehr Cybersicherheit. «Die Risiken wachsen
exponentiell», heißt es in einer Mitteilung der Kommission, zu der
der Bundesrat am Freitag Stellung nahm. Der wirtschaftliche Schaden
durch Cyberkriminalität habe sich in den vergangenen fünf Jahren
verfünffacht. Bis 2019 könnte sich der Schaden erneut vervierfachen.
Aber nicht nur von Tätern mit finanziellen Interessen, sondern auch
von anderen Staaten gingen Cyberbedrohungen aus, etwa durch
Desinformationskampagnen.

Für mehr Sicherheit schlug die Kommission neue Instrumente vor. Die
europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit will sie zur
EU-Agentur für Cybersicherheit ausbauen.

Die Länderkammer begrüßte, dass sich die Kommission des Themas
annimmt, mahnte aber, dabei dürfe es nicht nur um technische Fragen
gehen, sondern auch um die Sensibilisierung der Nutzer.

Niedersachsens Innenminister Borius Pistorius (SPD) sagte,
Cyberkriminalität sei ein grenzüberschreitendes Phänomen.
Cybersicherheit sei deshalb ein Thema von gemeinsamem Interesse der
gesamten EU.



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