Minister Schmidt rechtfertigt deutsches Ja zu Glyphosat

27.11.2017 20:18

Berlin (dpa) - Bundesagrarminister Christian Schmidt hat das deutsche
Ja zu einer weiteren Zulassung des Unkrautgifts Glyphosat in der EU
gerechtfertigt. «Mit der Zustimmung Deutschlands habe ich wichtige
Verbesserungen zum Schutze der Pflanzen- und Tierwelt durchgesetzt»,
sagte der CSU-Politiker am Montagabend in Berlin. Dies sei mehr «als
von allen beteiligten Ressorts jemals verlangt worden ist». Ohne die
Zustimmung Deutschlands wäre Glyphosat von der EU-Kommission ohne
diese Verbesserungen zugelassen worden.

Die SPD lehnt eine weitere Zulassung ab und wirft Schmidt einen
«Vertrauensbruch» in der geschäftsführenden Bundesregierung vor. De
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Minister betonte: «Ich glaube, ich bin bekannt dafür, dass ich eine
Vertrauensbildung durchaus ganz obenan setze.» Auf Fragen, inwiefern
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einbezogen gewesen sei, sagte er: «Der
Fachminister, der federführend in dieser Frage ist, muss im Laufe von
Beratungen in Brüssel in der Lage sein, an der Sache orientierte
Entscheidungen zu treffen.»

Merkel hatte sich grundsätzlich dafür ausgesprochen, den umstrittenen
Wirkstoff in der Landwirtschaft weiter anzuwenden.



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