Gabriel: Konflikte in Afrika betreffen auch Europa

28.11.2017 01:04

Berlin/Abidjan (dpa) - Vor seiner Abreise zum EU-Afrika-Gipfel im
ivorischen Abidjan hat Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) die
europäische Verantwortung für den Nachbarkontinent betont. «Wenn
Menschen aus Angst vor Konflikten auf unserem Nachbarkontinent
fliehen, betrifft uns das hier in Europa unmittelbar» sagte Gabriel
am Montagabend in Berlin. Um Krisen zu verhindern und Konflikte zu
bewältigen sei eine politische Strategie notwendig, die «Sicherheit,
gute Regierungsführung und Entwicklung» zusammenbringe. Gemeinsam mit
den internationalen Partnern wolle Deutschland Frieden und Sicherheit
in Afrika stärken.

Bei dem Gipfel am Mittwoch und Donnerstag werde es auch um die
Förderung einer «nachhaltigen und inklusiven wirtschaftlichen
Entwicklung» in Afrika gehen, so der Außenminister. Vor allem
durch eine gezielte Förderung mittelständischer Unternehmen könnten
Job- und Lebensperspektiven für die Menschen geschaffen werden.
«Afrika wird sein wirtschaftliches Potential nur dann entfalten
können, wenn es zu fairen Bedingungen in die globale Wirtschaft
integriert wird.»

Bessere Perspektiven für junge Menschen, Frieden und Stabilität sowie
Migration gelten als zentrale Themen bei der Konferenz in Abidjan,
dem Regierungssitz der Elfenbeinküste. Auch Kanzlerin Angela Merkel
reist am Dienstag zum Gipfel.



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