Bayer für Verlängerung der Glyphosat-Zulassung auf 15 Jahre

28.11.2017 14:52

Leverkusen (dpa) - In der Debatte um das umstrittene Unkrautgift
Glyphosat hat der Bayer-Konzern sich für eine Verlängerung der
Zulassung auf volle 15 Jahre ausgesprochen. «Leider scheint eine
Wiederzulassung von lediglich fünf Jahren die einzige Möglichkeit zu
sein, den Landwirten in Europa weiterhin Zugang zu diesem wichtigen
Herbizid zu ermöglichen», hieß es in einer am Dienstag verbreiteten
Stellungnahme des Unternehmens.

Die Sicherheit des Unkrautvernichters sei inzwischen in bislang rund
3300 Studien wissenschaftlich untersucht worden. Zulassungsbehörden
und wissenschaftliche Instanzen in aller Welt hätten den Wirkstoff
eingehend bewertet und betrachteten Glyphosat als sicher. Als
wissenschaftlich orientiertes Unternehmen benötige Bayer klare,
einheitliche und berechenbare Rechtsvorschriften, um weiter in die
Zukunft der europäischen Landwirtschaft zu investieren, hieß es.

Glyphosat ist ein sehr wirksames Unkrautgift und wird weltweit in
großen Mengen in der Landwirtschaft eingesetzt. Einige
Wissenschaftler sehen jedoch ein Krebsrisiko. Mehr als eine Million
Bürger in der EU haben gegen eine weitere Zulassung des Mittels
unterschrieben.

Der Chemiekonzern Bayer ist nach eigenen Angaben derzeit selbst kein
Hersteller von Glyphosat, sondern vertreibt den Unkrautvernichter
lediglich. An dem im vergangenen Jahr erzielten Umsatz mit
Pflanzenschutzmitteln von rund acht Milliarden Euro habe Glyphosat
lediglich einen geringen Anteil gehabt, hieß es. Der deutsche
Chemieriese will jedoch den Glyphosat-Hersteller Monsanto
übernehmen.



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